Unterrichtsqualität
 
Leitlinien für guten Unterricht
(zusammengestellt von Lothar Weber, März 2004)
 
Schülerinnen und Schüler sind stärker motiviert, sich in schulische Arbeitsprozesse einzubringen, wenn...

· sie spüren, dass sie ernst genommen werden
· es sich um sie als Individuen dreht
· sie den Sinn ihres Lernens, erkennen können
· der Lernstoff ihrem Erwartungshorizont entspricht
· sie ihr eigenes Lernen reflektieren können
· sie vielfältige Methoden kennen lernen
· sie die Lehrpersonen als unterstützende Lernberater erleben
· sie Förderung und Forderung als gleichwertig erleben
· die Stoffvermittlung nicht allein den Lernprozess dominiert
· sie in die Unterrichtsplanung mit einbezogen werden
· Spielräume für die eigene Kreativität eingeräumt werden
· Ihnen die Möglichkeit für eigene Lernwege eingeräumt wird
· sie im Unterricht mindestens einmal richtig Lachen können
 
Die folgenden „10 Merkmale guten Unterrichts“ von Hilbert Meyer finde ich sehr nützlich um den eigenen Unterricht immer mal wieder zu reflektieren.
• Klare Strukturierung des Unterrichts (Prozess-, Ziel- und Inhaltsklarheit; Rollenklarheit, Absprache von Regeln, Ritualen und Freiräumen)
• Hoher Anteil echter Lernzeit (durch gutes Zeitmanagement, Pünktlichkeit; Auslagerung von Organisationskram; Rhythmisierung des Tagesablaufs)
• Lernförderliches Klima (durch gegenseitigen Respekt, verlässlich eingehaltene Regeln, Verantwortungsübernahme, Gerechtigkeit und Fürsorge)
• Inhaltliche Klarheit (durch Verständlichkeit der Aufgabenstellung, Plausibilität des thematischen Gangs, Klarheit und Verbindlichkeit der Ergebnissicherung)
• Sinnstiftendes Kommunizieren (durch Planungsbeteiligung, Gesprächskultur, Sinnkonferenzen, Lerntagebücher und Schüler feedback)
• Methodenvielfalt (Reichtum an Inszenierungstechniken; Vielfalt der Handlungsmuster; Variabilität der Verlaufsformen und Ausbalancierung der methodischen Großformen)
• Individuelles Fördern (durch Freiräume, Geduld und Zeit; durch innere Differenzierung und Integration; durch individuelle Lernstandsanalysen und abgestimmte Förderpläne; besondere Förderung von Schülern aus Risikogruppen)
• Intelligentes Üben (durch Bewusstmachen von Lernstrategien, passgenaue Übungsaufträge, gezielte Hilfestellungen und „übe freundliche“ Rahmenbedingungen)
• Transparente Leistungserwartungen (durch ein an den Richtlinien oder Bildungsstandards orientiertes, dem Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler entsprechendes Lernangebot und zügige förderorientierte Rückmeldungen zum Lernfortschritt)
• Vorbereitete Umgebung (durch gute Ordnung, funktionale Einrichtung und brauchbares Lernwerkzeug)